Aus der Reihe Twitter-Fails: Solarstromrevolution

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Als ich folgenden Tweet sah, musste ich mal wieder heftig grinsen:

Wie wahr

Wie wahr

Was sich hinter der verlinkten Quelle verbirgt, konnte ich mir da schon denken und siehe da, ein kurzer Blick verriet, das hier das hohe Lied der Photovoltaik gekrächzt wird.
Aber trotzdem hat der Autor des Tweet’s Recht, nur nicht in dem Sinne, wie er sich das vorstellt.
In dem verlinkten Artikel wird viel über Netzparität fabuliert, also den Zustand bei dem Solarstrom ebensoviel kostet, wie klassisch erzeugter Strom. Ein Vergleich der derzeit dem vergleich von Äpfeln mit Bratwürsten entspricht!
Warum? Ganz einfach: Klassisch erzeugter Strom steht konstant 24h am Tag zur Verfügung. Solarstrom dagegen unterliegt erheblichen Schwankungen bis hin zum Nichtvorhandensein. Um nun den Solarstrom (das gilt adäquat auch für Windkraft) vergleichbar zu machen, müssten noch Kosten für Speichersysteme eingerechnet werden, die diesen Ausgleich über den Tagesverlauf ermöglichen. Jedoch sind derartige Systeme nicht einmal ansatzweise vorhanden. Und somit bleibt die Rechnung zu den Kosten eine Milchmädchenrechnung ohne jegliche reale Vergleichsbasis.
Aber Recht hat der Autor schon: Solarstrom wird die Energieversorgung revolutionieren. Denn er wird unsere Gesellschaft in verschiedene Gruppen teilen. Als erstes in die, die sich den Strom leisten können und diejenigen, die das nicht können. Dann könnte Dank intelligenter Stromzähler der Strom bei Dunkelheit erheblich teurer werden als bei Sonnenschein. Käme also eine Gruppe hinzu, die sich dann auch den „Dunkelstrom“ leisten kann. Und dann natürlich noch diejenigen, die sich auf Grund der persönlichen Gegebenheiten mittels eigener Generatoren etc. autark versorgen können.
Eine Schöne neue Welt wird das geben- Dank Solarstromrevolution!

Energie für Brandenburg Teil 4- Solarenergie

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Photovoltaik steht für die Gewinnung von Strom direkt aus dem Sonnenlicht. für die Beschreibung des zu Grunde liegenden photoelektrischen Effektes bekam Albert Einstein 1921 seinen Nobelpreis!
Die meisten derzeit angebotenen Anlagen basieren auf Silizium, der Wirkungsgrad liegt dabei (je nach Art des verwendeten Siliziums) zwischen 5-24% Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik). Bei Solarzellen auf der Basis organischer Stoffe liegt er derzeit bei etwa 6%. Das ist nicht besonders viel, aber immerhin.
Auch die Zeit, nach der die Energiebilanz positiv wird, ist relativ unterschiedlich, aber liegt zwischen einem und 10 Jahren (je nach Quelle und Standort -Quelle z.B. http://www.szff.ch/files/content/element/497/ETH%20Bericht.pdf).
In punkto Versorgungssicherheit ist Photovoltaik statistisch gut planbar, jedoch schwankt die Leistung der Anlagen sowohl im tageszeitlichen Verlauf als auch im Jahresverlauf (hier um den Faktor 10 und mehr; so wurden in der Region Berlin-Brandenburg im Dezember 2009 durchschnittlich 11kWh pro kWpeak erzielt, im April 2009 waren es 146kWh pro kWpeak).
Was bleibt als Kritik übrig? Zum einen gibt es bisher (wie auch bei der Windenergie) keine ausgereiften Konzepte zur Speicherung der Energie um eine konstante Einspeisung von Strom zu garantieren. Weiterhin verteuert Solarstrom den Strom für Endkunden (im Jahr 2007 betrug diese Solarförderung 517 Millionen Euro; auf Grund der 20jährigen Förderung könnten laut Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung RWI kumulierte Kosten von über 100 Milliarden Euro bis 2035 auflaufen. Und es könnten auf Grund des anhaltenden Booms noch höhere Kosten entstehen.) Und da keine Obergrenzen für die menge an geförderten Strom existieren, ist das Kostenrisiko für den Endverbraucher nicht kalkulierbar. Jedoch ist eins heute schon klar, die Fördersumme für Solarstrom wird die Steinkohleförderung deutlich übertreffen. Und wer die Zeche zahlt, ist auch klar- der Stromkunde!


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