Die Schizophrenie des „Wir sind dagegen“- Deutschland

Die Bilder der letzten Tage haben sich wieder tief in mein Gedächtnis eingeprägt. Und gerade das Interview mit sogenannten Aktivisten, die in Baumhäusern leben und RWE am Braunkohleabbau hindern wollen, veranlasst mich mal wieder dazu etwas zur Energieproblematik zu schreiben. Heute mal ohne Zahlen, da ich gerade über einen beschränkten Internetzugang verfüge.
Werfen wir zuerst einmal einen Blick in die Menschheitsgeschichte: Die Nutzbarmachung des Feuers war ein großer Schritt in unserer Entwicklung. Man konnte Essen kochen und damit auch gleichzeitig schädliche Keime in der Nahrung bekämpfen. Auch war es möglich Nahrung haltbarer zu machen. Zumindest im Vergleich zu unerhitzten Produkten.
Nach dem Feuer macht sich der Mensch Wasser und Windkraft zu Nutze. Und mit der Nutzbarmachung des Dampfes (Dampfmaschine) begann dann die industrielle Revolution.
Es ist also so, das die Verfügbarkeit von Energie entscheidend war und ist für die Entwicklung unserer Zivilisation. Um so unverständlicher ist es für mich, das wir heute in Deutschland so mannigfaltige Probleme mit der Energieerzeugung (die ja eigentlich eine Umwandlung ist) haben. Unser Wohlstand und eigentlich unser ganzes Leben hängt erst einmal von der Verfügbarkeit von Energie ab. Wir benötigen diese Vielfach in Form elektrischer Energie aber auch als chemische Energie zum Beispiel in Form von Brennmaterial, Batterien aber auch in Baumaterial für unsere Wohnung, in unserer Nahrung oder Bekleidung steckt Energie, die erst einmal bereit gestellt werden muß.
Kommen wir nun aber zu unseren vielfältigen Aktivisten: da gibt es welche die gegen Kernkraft sind, andere gegen Braunkohlekraftwerke und -tagebaue, gegen Windkraft, Solarenergie, gegen Stromleitungen…
Nun ihr lieben Aktivisten, werdet Euch alle mal klar darüber, das wir Energie brauchen und das sie auch dorthin transportiert werden muß, wo sie gebraucht wird. Vom Dagegen sein kommt der Strom halt nicht in die Steckdose. Ebensowenig wie Milch im Tetrapack wächst. Und nun zeigt doch endlich mal, das Eure Schulbildung nur kostenlos und nicht umsonst war!

Danke!

Die doch schräge Diskussion um die Todesstrafe

Die Türkei liefert ja derzeit viel Stoff zum Diskutieren. So zum Beispiel die Forderung nach der Todesstrafe. Das Motiv dafür ist eigentlich auch klar ersichtlich: Rache. Rache an denen, die es gewagt haben sich gegen Erdogan aufzulehnen. Und genau das ist es, was ich daran besonders verwerflich finde. Denn wenn wir einmal unser Grundgesetz betrachten, so gibt es da den §20(4), der da lautet: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“
Ich weiß nicht, ob die Türkei auch so etwas kennt, aber ich halte das für wichtig. Und es darf nicht gleich die Todesstrafe als Drohung dagegen stehen. Überhaupt haben wir es geschafft, die Todesstrafe in Europa zu verbannen. Das ist ganz sicher ein enormer Schritt nach vorne in einem humanistisch geprägten System. Denn die Bestrafung mit dem Tod ist eine endgültige Strafe. Sie kann nicht wieder revidiert werden. Und wie man bei einem Blick in die USA sieht, wurden immer wieder Unschuldige zum Tode verurteilt und auch exekutiert. Das geht gar nicht und daher sollten Staaten, die die Todesstrafe wieder einführen keinen Weg in die EU bekommen.
Aber sollte man prinzipiell auf die Todesstrafe verzichten? Immer wenn ganz besonders schlimme Verbrechen passieren, wird in der Diskussion immer mal wieder die Todesstrafe gefordert. Und so bin auch ich dafür für ganz besonders schlimme Verbrechen (insbesondere Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit) diese Strafe noch zur Verfügung zu haben. Jemanden, der für den Tod von hunderten oder gar tausenden Menschen verantwortlich ist, den kann man nicht wieder in die Gesellschaft integrieren. Und derjenige kann auch nicht Unschuldig sein. Ansonsten hat sie aber auch für mich ausgedient.

Deutsche Sprache, schwere Sprache

Ich weiß, das wir Deutschen einen starken Trend zur Selbstverneinung haben. Jeder Form von Nationalstolz rutscht schnell in die rechte Ecke. Das führt dann schnell zu Dingen, die ich dann nicht mehr verstehe: Gerade fand ich die Homepage dr International Spectroscopic Database e.V. (http://is-db.org/) mit Sitz in Dortmund und auch im dortigen Vereinsregister registriert. Prima Sache. Das heute in Deutschland Seiten nur noch in englisch angeboten werden, ist in kreisen der Wissenschaft ( zu gut englisch: der scientific community) leider gang und gäbe. Der interessierte Bürger und Steuerzahler muß dann eben einen Übersetzer bemühen oder gleich außen vor bleiben. Den Vogel schießt aber nun oben erwähnte Gesellschaft mit folgender Aussage ab: „You can contact us by e-mail, telephone or fax in Czech, English, French, Portuguese and Spanish.“
Ich fasse das mal zusammen: Ein wissenschaftlicher Verein (eingetragener Verein) mit Sitz in Dortmund kann in tschechisch, englisch, französisch, portugiesisch und spanisch kommunizieren. Aber nicht in deutsch? Das muß man sich mal auf der zunge zergehen lassen!

is-db