Liebe Greta!

Als ich Dich vorhin in dem Video sah, als mit wutverzerrtem Gesicht als selbsternannte Sprecherin der Generation der ganzen Welt drohtest, da wurde ich sehr traurig. Ich sah Dich, in Deinen tollen Sachen auf einer Konferenz, zu der DU in einem supermodern Hightech- Segelboot über den Atlantik gesegelt bist. Ausgestattet mit modernster Technik. Vom Handy über Satellitenkommunikation bis hin zu den HighTech Materialien selber.  Und ich erinnerte mich zurück an die Zeit als ich 16 war. Da war das alles ScienceFiction. Die tollste schulische Errungenschaft war der Taschenrechner, der so langsam den Rechenstab  (findet man bestimmt noch im nächstgelegenen Museum) ablöste. Und im West-Fernsehen wurde über den Smog in westdeutschen Großstädten berichtet. Und die Flüsse im Osten Deutschlands waren so dreckig, das sie jeden Tag schäumten. Wir sagten spaßig: „Die Fische hätten Badetag“. Das Ozonloch wuchs und gedieh, der saure Regen machte den Wäldern ganz schön zu schaffen und der ClubOfRome hatte versucht die Grenzen des Wachstums aufzuzeigen. Und das bei einer Weltbevölkerung von ca. 4,5 Milliarden Menschen (in meinem Geburtsjahr 1965 waren es sogar nur etwa 3,9 Milliarden).
Und da heulst Du nun und drohst uns. Mit den ganzen Dingen in der Hand, die Deine und meine Elterngeneration entwickelt, erfunden und errungen hat. Und Du schämst Dich kein bisschen dabei. Doch die Wahrheit ist, wir haben vieles geschafft zum Wohle des Planeten. Es mag nicht genug gewesen sein. Aber wir haben vieles getan und vieles versucht. Das Ozonloch ist weg, der Smog und die dreckigen Flüssen in Deutschland auch.  Der saure Regen ist nicht mehr sauer und die Wälder sind auch noch nicht gestorben. Jetzt liebe Greta ist es an der Zeit für Deine Generation da weiterzumachen und es vlt. auch besser zu machen. Aber dazu musst Du aufhören zu flennen und zu drohen und vor allem zu erwarten, das andere für Dich alle Probleme lösen. Also geh verdammt noch mal zurück in Deine Schule, mache Dein Abi und studiere und zeig, das DU es besser kannst als die Generationen vor Dir. Und wenn Du das schaffst und ich alt genug werde, das zu erleben, dann will ich Dir gerne meinen Respekt zollen. Aber nur dann!

Bundespressekonferenz von Scientists4future

Da mir die Zeit und der Nerv fehlt, mir 45 Minuten einer Pressekonferenz anzusehen, habe ich mir mal die Highlights im Tagesspiegel angesehen (https://www.tagesspiegel.de/berlin/scientists-for-future-es-gibt-keine-ausreden-mehr/24092812.html):
Hier mal meine Gedanken dazu.
1)“Auf die Frage, welche Parteien, die jetzt im Bundestag sitzen, die richtigen Ansätze hätten, antworteten die Forscher: keine einzige. „In diesem Bereich sind wir in Deutschland ein Entwicklungsland“, sagte Maja Göpel. “ – OK, Das ist wohl wahr und auch traurig. Aber diese Erkenntnis ist weder neu noch hilfreich.
2)“Sie würde sich wünschen, dass dieselbe Stimmung beim Klimaschutz aufkommen würde wie bei der Digitalisierung. „Das ist auch ein riesiger Strukturwandel, und der wird gefeiert. Warum finden wir nicht dieselbe Energie für die Mobilisierung neuer Technologien für den Klimaschutz?““ – Nun nehmen wir den Breitbandausbau, so hoffe ich inständig, das die Klimapolitik in Deutschland nicht so ein Rohrkrepierer wird. Und schauen wir auf die Digitalisierung allgemein, dann fällt mir auf, das mal abgesehen von SAP kein bedeutender Digitalkonzern aus Deutschland kommt. Keine soziales Netzwerk von Bedeutung, keine Suchmaschine oder ähnliches. Und bei der Netzwerktechnik? Klar AVM macht gute Router, aber einen Ausstatter für 5g? Haben wir nicht, nicht mal ansatzweise.
3) „Luisa Neubauer und Jakob Blasel sind resolut: „Wenn diese Pressekonferenz eine Botschaft haben soll, dann die: Es gibt keine Ausreden mehr. Ein ökologischer Kollaps ist für unsere Generation keine Option“, sagte Neubauer. “ – Absolut richtig, aber auch diese Erkenntnis ist weder neu noch hilfreich.
4) „„Also ganz ehrlich, Piloten oder Lokführer streiken doch auch nicht in ihrer Freizeit“, sagte Eckart von Hirschhausen. “ – Der weltbekannt Klimatologe von Hirschhausen hat noch nicht bemerkt, das Piloten oder Lokführer eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung haben. Die heute junge Generation wird sich weiteren technologischen Herausforderungen stellen müssen, dazu bedarf es eines umfangreichen Wissens. Das jedoch bekommt man nicht vom Bestreiken der Schule. In einer globalisierten Welt gibt es genügend junge und gut ausgebildete Menschen, die gerne für deutsche Bildungsstreiker einspringen. 
5) „Ich als Arzt kann Ihnen sagen: Es macht einen großen Unterschied, ob Sie 41 Grad oder 43 Grad Fieber haben. Und unsere Erde fiebert“, sagte von Hirschhausen.“ – Wo er Recht hat, hat er Recht. Wie wäre es mit kalten Umschlägen?

Wenn so also die Antworten von mehr als 12000 Wissenschaftler auf die drängenden Probleme unserer Zeit aussehen, dann sollten sich die Jungen Menschen ganz viel Sorgen machen und ganz schnell ihr Abitur und Studium durchziehen. Denn dann brauchen wir ganz dringend gut ausgebildete junge Wissenschaftler, die Lösungen suchen und finden.

Fake News überall

Ein großer Nachteil der modernen Informationsgesellschaft sind Fake News. Man kann heute weniger denn je eine Nachricht vertrauen und das obwohl es durchaus einfacher geworden ist, den Wahrheitsgehalt einer Meldung zu recherchieren. Letzteres ist halt extrem zeitaufwändig, bedarf hin und wieder Fremdsprachenkenntnisse.
Wie einfach heute das Verändern von Bildern ist, hat sicher jeder schon einmal gesehen. Photoshop und CO machen es möglich. In der vordigitalen Zeit war das Retuschieren von Photos zum Zwecke der Verfälschung kompliziert und benötigte viel handwerkliches Geschick.
Insofern wäre es sicher hilfreich, wenn man als Durchschnittsnutzer Unterstützung beim Erkennen von Fake News hätte. Und dazu gibt es mittlerweile diverse Browser PlugIns. Eines davon ist NewsGuard das für alle gängigen Browser zur Verfügung steht.

Kriterien für die Webseitenbewertung sind dabei folgende:


Kredibilität

  1. Veröffentlicht nicht wiederholt falsche Inhalte.
  2. Verantwortungsbewusst Informationen sammeln und präsentieren
  3. Regelmäßige Korrektur oder Klärung von Fehlern
  4. Verantwortungsvoller Umgang mit dem Unterschied zwischen Nachrichten und Meinungen
  5. Vermeidet irreführende Schlagzeilen

Transparenz

  1. Website offenbart Eigentum und Finanzierung
  2. Kennzeichnet Werbung deutlich
  3. Enthält die Verantwortlichen, einschließlich möglicher Interessenkonflikte.
  4. Die Website enthält Namen von Inhaltserstellern sowie Kontakt- oder biografische Informationen.

Das macht auf den ersten Blick natürlich Sinn und zumindestens den Teil Kredibilität sollte man für sich meiner Meinung nach immer wieder mal durchgehen, wenn man Nachrichten einordnen will.
Und da newsguardtech sich seinen eigenen Kriterien verpflichtet fühlen muss, haben sich auch u.a. ihren Beirat veröffentlich. Ich poste hier die deutsche Übersetzung:

Unser Beirat

  • Tom Ridge, der erste Minister für Heimatschutz (George W. Bush-Regierung)
  • Richard Stengel, ehemaliger Redakteur des Time Magazine und Staatssekretär für öffentliche Diplomatie (Obama-Administration)
  • (Zurück.) General Michael Hayden, ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency und ehemaliger stellvertretender Direktor des nationalen Geheimdienstes (George W. Bush-Administration).
  • Don Baer, Vorsitzender von Burson, Cohn & Wolfe und ehemaliger Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses (Clinton-Administration)
  • Elise Jordan, politische Analystin, NBC, und ehemalige Rednerin der Außenministerin Condoleezza Rice
  • John Battelle, Mitbegründer von Wired und Gründungsvorsitzender von Industry Standard Zeitschriften.
  • Jessica Lessin, Gründerin und Chefredakteurin von The Information

Nun wollen Sie wirklich diesen Leuten vertrauen? Ich habe da meine Bedenken. Und ein Blick auf die Bewertung der Seite Sputnik News erhärtet diesen Verdacht. Auch wenn Sputniknews definitiv pro russisch und auch staatsfinanziert ist. Aber genau mit dem Wissen, kann man die Nachrichten dieser Seite einordnen, auch ohne PlugIn.