Kommunistische Staaten

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In den Foren findet man häufig so Anmerkungen wie in „anderen kommunistischen Staaten“,“in den kommunistischen Staaten“ und so weiter und sofort. Da frage ich mich natürlich als ehemaliger DDR Bürger und natürlich auch als jemand der in der DDR zur Schule gegangen ist und studiert hat und der demzufolge auch mit der entsprechenden Ideologie und Theorie konfrontiert wurde, was für Staaten sind das eigentlich. Dazu ist es erst einmal wichtig einen Blick auf die Definition Sozialismus und Kommunismus zu werfen. Ich habe jetzt nicht in irgendwelchen neueren Büchern und Lexika etc. nachgeschaut sondern ich krame mal mein Schulwissen hervor. Was also ist Sozialismus so wie man ihn zu DDR Zeiten im ersten sozialistischen Arbeiter -und Bauernstaat auf deutschem Boden, verstanden hat. Sozialismus ist, so haben wir es jedenfalls gelernt, die Gesellschaft in der das Privateigentum an Produktionsmitteln überwunden wurde. Und hier kommt schon häufig wenn man im Netz recherchiert, der erste Fehler. Diese Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln bedeutet im Gegenzug nicht, dass der Staat zum Eigentümer an den Produktionsmitteln und auch Rohstoffen, Bodenschätzen etc. wird.  Die Staatsform in der DDR war offiziell die Diktatur des Proletariats, was bedeutet das im Prinzip die herrschende Klasse die Arbeiterklasse den Staat bildet und Eigentum also Volkseigentum ist. Dieser Begriff Volkseigentum stand natürlich auch auf den ganzen Inventarisiderungen drauf. Dieses volkseigentum der DDR ist auch das Eigentum, welches im Zuge der deutschen Wiedervereinigung sang und klanglos verschwunden ist.Es wurde schlicht und ergreifend zur Finanzierung der zugegebenermaßen recht günstigen Umtauschsätze eingezogen. Aber das nur am Rande.  Ja also Sozialismus ist im Prinzip eine Gesellschaft frei vom Privateigentum an Produktionsmitteln in dem die herrschende Arbeiterklasse die Macht ausübt. Ein dafür charakterisierenden Spruch über die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, der erwirtschafteten Gewinne in der Volkswirtschaft etc. war folgender: „Jedem nach seiner Leistung, Jeden nach seinem Bedürfnissen“.

Kommen wir nun zum Begriff Kommunismus. Der Kommunismus unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt vom Sozialismus. Erstens ist er die Weiterentwicklung des Sozialismus über die sogenannte „entwickelte sozialistische Gesellschaft“. Das ist übrigens die Staatsform die sich die Sowjetunion etwa Anfang der 80er Jahre gegeben hat auch wenn sie real immer noch weit von dieser Gesellschaft entfernt war. Man wollte halt aus ideologischen Gründen an die Vorstufe zum Kommunismus anklopfen. Ja Kommunismus ist also gekennzeichnet durch die Tatsache, das sämtliche Klassen und schichten aufgehoben sind. Es ist eine klassenlose Gesellschaft. Und in dieser klassenlosen Gesellschaft ist das Verteilungsmotto eigentlich nur noch: „Jedem nach seinen Bedürfnissen“. Das ist natürlich ein Idealzustand aber der Kommunismus wollte ja auch als ideale Gesellschaftsordnung zumindest im Rahmen des Marxismus- Leninismus verstanden werden. Die Quintessenz aus dem gesagten ist nun recht einfach: Es gibt und gab noch nie auf diesem Planeten einen kommunistischen Staat. Jeder der etwas anderes erzählt, von sich gibt, schreibt, propagiert oder wie auch immer der erzählt Unsinn. Unsinn der entweder aus reiner Unwissenheit resultiert oder gezielt dazu benutzt wird Ängste in Menschen zu schüren die nicht unbedingt gerechtfertigt sind.

Ich muß da mal klar stellen

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Ich halte Putin definitiv nicht für einen lupenreinen Demokraten. Seine Homophobie geht mir z. B. deutlich zu weit. Auch die Beeinflussung der Medien und generell den Umgang mit Kritikern finde ich äußerst bedenklich. Aber nichts desto trotz hängt von seiner Besonnenheit derzeit der Friede in Europa ab und viele meiner russophoben Mitbürger begreifen das einfach nicht.
Ich will daher mal auf einen Telepolis- Artikel verweisen (http://www.heise.de/tp/artikel/42/42618/1.html, Orginalquelle: http://www.globalresearch.ca/the-imfs-rescue-package-coercing-ukraine-into-a-civil-war/5380347 ), der genau noch mal klar stellt, das der Westen an der derzeitigen Krise in der Ukraine schuld hat. 5 Milliarden US-Dollar flossen in die Unterstützung der damals Oppositionellen in der Ukraine, also in den Putsch. Erinnert sei auch an das „Fuck the EU“ – Telefongespräch zwischen Geoffrey Pyatt, dem US-Botschafter in Kiew, und der stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland.
Meiner Meinung nach muß sich Europa emanzipieren, und zwar von den USA. Denn ein neuer Wirtschaftskrieg (oder schlimmer) gegen Rußland kann nicht im Interesse der EU- Bürger sein.


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