Sternburg- Bier

Bei meiner Recherche zur Geschichte der Naturwisenschaften (www.nat-his.de) bin ich auch auf folgenden, interessanten Fakt gestoßen. Und zwar wird im Jahr 1278 die Sternburg- Brauerei erstmals urkundlich erwähnt. Und schon ist er da der Slogan (aus DDR- Zeiten): „Merke Dir, Sternburg Bier“. Und da habe ich mich versucht zu erinnern, welchen gefühlten Stellenwert das Sternburg-Bier zu DDR- Zeiten hatte. und ich muss zu meiner Schande gestehen, das ich es nicht mehr mit Sicherheit weiß. Heute jedenfalls gibt es viele bessere Biere und so selten wie ich derzeit Bier trinke, finden sich da für meinen Geschmack viele Alternativen.

Aber nochmal zurück zum damaligen Bier. Das billigste gab es zu meinen Zeiten als Jugendlicher in meiner Heimatstadt (Halle/Saale) in Wörmlitz. Die Kneipe hieß glaub ich auch „Zum Wörmlitzer“ und Samstag war auch Disko. In der Kneipe jedenfalls gab es den laben Liter für 40 Pfennig. War aber auch eine ziemliche Plörre. Die Luft war zum Schneiden aber das hat beim Skat spielen wenig gestört. Heute würde wahrscheinlich bei der Konzentration an Schadstoffen durch den Zigarettenrauch wahrscheinlich Kampfmittelalarm ausgelöst werden. In anderen Gaststätten lag der Preis für das 0,3l Glas bei 63 Pfennigen. Ansonsten war das Meisterbräu in den Kaufhallen als lokales Bier weit verbreitet. Und wenn man sich mal was gutes gönnen wollte kamen dann in den 80’er Jahren die Delikat-Biere dazu.

Witze sind zeitlos

Ich habe begonnen aus Interesse in alten Zeitungen zu blättern. Zuerst ein paar alte DDR- Zeitungen wie das Neue Deutschland (ND). Dabei schaue ich mir auch alte Witze an und bin ein bisschen erstaunt darüber, wie zeitlos Witze sein können. Dabei hilft mir natürlich ein Blick in meine eigene Witzesammlung. Hier mal ein erste Beispiel für einen solchen Witz:

Aus meiner Sammlung:

Ein KFz-Mechaniker ist soeben bei Petrus angekommen. "Hey Petrus, warum bin ich denn schon hier, ich bin doch erst 45 ?!"
Petrus schaut in seine Unterlagen: "Nach den Stunden, die Du Deinen Kunden berechnet hast, musst Du schon 94 sein !"


Und hier aus dem ND von 1965:

Alles rächt sich
Ein Handwerksmeister von 40 Jahren kommt in den Himmel und spricht zu Petrus: „Warum hast du mich so zeitig abberufen, mir hat es in der DDR so gut gefallen, daß ich noch einige Jahrzehnte håtte leben wollen?“
Darauf schlägt der Himmelsvater sein großes Buch auf und erwidert: „Mein Sohn, nach der Zahl der Arbeitsstunden, die du aufgeschrieben hast, bist du 109 Jahre alt."


Also Handwerker und ihre Arbeits- bzw. Rechnungsmoral sind offensichtlich schon lange Ziel des Spottes der Bevölkerung. Und auch „himmlische“ Witze sind in der DDR damals möglich gewesen. Wenn auch mit der Betonung der Schönheit der DDR ein propagandistischer Aspekt hier nicht fehlen darf.