Wie machen die Ozeane das nur?

Gerade habe ich gelesen: „Ozeane nehmen mehr als 40% des vom Menschen verursachten Treibhausgases CO2 aus der Atmosphäre auf.“ (Quelle: https://idw-online.de/de/news698600)
Und nun frage ich mich, wie machen die Ozeane das? Nicht das Aufnehmen sondern wie unterscheiden sie zwischen CO2 aus natürlichen Quellen und den aus industriellen Anlagen, Autos u.ä.
Machen sie nicht, die Ozeane. Sie nehmen einfach CO2 auf. Eine Menge die man bestimmen kann. Und nun bestimmt man noch, wieviel CO2 aus natürlichen Quellen kommt und wieviel der Mensch verursacht hat. Dann verpackt man das ganze in den zitierten schönen Satz und hat eine reißerische Meldung. Aber muss man als Naturwissenschaftler zu solchen Kniffen greifen? Sind wir Marktschreier? Nein eigentlich nicht. Und somit finde ich solche Meldungen durchaus bedenklich.

CO2- Ausstoß

2010 ist der weltweite Ausstoß an CO2 um 5.9% oder 517 Millionen Tonnen angestiegen. Bedenkt man, das im Kyoto- Protokoll 1997 eine jährliche Senkung eben dieses Ausstoßes um 5,2% des Wertes von 1990 für die Industrieländer vereinbart wurde, so ist Kyoto gescheitert.

Noch interessanter wird der Vergleich mit dem jährlichen CO2 Ausstoß Deutschlands. 2009 betrug der CO2- Ausstoß unseres umweltbewussten Landes 789 Millionen Tonnen. 2010 soll er um 4% gestiegen sein, das wären dann rund 821 Millionen Tonnen. Wurden wir als völlig emissionsfrei leben ( a la Steinzeitkultur), wurden wir den Anstieg des weltweiten CO2- Ausstoßes rund 1,5 Jahre aufhalten können, aber das war es dann auch. Eine Reduktion um 10% würde dann den weltweiten Anstieg gerne mal so 2 Monate aufhalten können.

Es zeigt sich also ganz deutlich, das Alleingänge bei der CO2- Reduktion lediglich zu Lasten und auf Kosten der Bevölkerung gehen, eine sinnvolle Lösung kann aber nur global funktionieren. Alles andere ist pure Augenwischerei.