COvid 19 und kein Ende

Schlagwörter: , Allgemein, Tagesgeschehen, Wissenschaft 05 Mai, 2022

Es ist denke ich wieder Zeit, das ich das eine oder andere niederschreibe. Und Covid19 hat uns ja lange beschäftigt. Jetzt endlich sind die meisten Beschränkungen gefallen. Ist nun alles besser oder gar vorbei? Laut RKI haben wir derzeit eine 7 Tage Inzidenz von 566,8, was 471289 Fällen in 7 Tagen entspricht. Das heißt knapp eine halbe Millionen Bürger infizieren sich nachweislich mit dieser Krankheit. Nach nicht ganz gesicherten Zahlen sind 15% der Patienten auch von Post- Covid Syndrom betroffen, das heißt sie haben nach mehr als 12 Wochen noch Symptome. In Zahlen bedeutet das, das ca. 75000 Bürger dieses Landes alleine an Covid für mehr als 12 Wochen erkranken.
Nach der Gutenberg-19 Studie geben sogar 40% der mit SARS-CoV19 infizierten Patienten an, das Symptome durchaus mehr als 6 Monate anhalten können (Quelle: https://www.herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/coronavirus/post-covid-herzschaden-therapie). Und das sind nur allgemeine Zahlen.
Brauchen wir also doch mehr Lockdown, mehr Masken etc.? Ich denke nicht. Jedoch liegt das nicht an einer Harmlosigkeit der Erkrankung, sondern daran, das Dank Impfung und anderer Entwicklungen die Medizin zumindest die derzeit grassierenden Varianten unter Kontrolle hat.
Die Maskenpflicht fand ich zumindest teilweise übertrieben. Aerosolforscher haben schon frühzeitig darauf hingewiesen, das man im Freien eigentlich keine Maske braucht. Insofern waren meiner Meinung nach viele Maßnahmen inklusive Einschränkungen beim Versammlungs-und Demonstrationsrecht unangemessen. Anders dagegen in Innenräumen. Hier scheint sich der erhöhte Hygienestandard positiv ausgewirkt zu haben. Zumindest sind wohl Grippe- und Erkältungskrankheiten quasi als Nebeneffekt zurück gegangen. Vielleicht sollten wir da (freiwillig) in der kalten Jahreszeit zurück greifen. Und es müssen ja auch nicht die Einkaufstempel mit Menschen vollgestopft werden. Eine Obergrenze an Kunden pro Verkaufsfläche halte ich durchaus generell für sinnvoll.
Was Impfungen betrifft, so halte ich noch immer die mRNA – Impfstoffe für eine revolutionäre Tat. Ich bin überzeugt, das ohne diese Impfstoffe wir deutlich mehr Opfer weltweit zu beklagen hätten (offiziell 6,2 Millionen Tote weltweit. Laut einer Studie in The Lancet starben weltweit von Januar 2020 bis Dezember 2021 18,2 Millionen Menschen mehr als in nicht Pandemiezeiten (entnommen aus: https://www.hna.de/welt/corona-covid-tote-studie-weltweit-pandemie-dunkelziffer-hoch-hna-news-zr-91404246.html). Im Vergleich dazu kostete der erste Weltkrieg etwa 10 Millionen Todesopfer, die zum Ende des Weltkrieges grassierende spanische Grippe riss nach neueren Schätzungen zwischen 50 und 100 Millionen Menschen aus dem Leben. Also so harmlos ist SARS-CoV19 wohl doch nicht, denn Verglichen mit der Situation von vor 100 Jahren haben wir heute eine völlig andere medizinische Versorgung zur Verfügung und auch eine meist sehr viel bessere Versorgungslage.
Fazit: Die Zeichen stehen auf Entspannung, jedoch nicht auf Entwarnung oder wie man so schön sagt: „Holzauge sei wachsam!“

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