Diablo III – Erfahrungen und Kritiken

Seit dem Erscheinungstag spiele auch ich Diablo III, weil ich die Vorgänger gemocht habe. Und nun, nach 12 Jahren, ist der Nachfolger endlich erschienen. Da war ich gespannt, was Blizzard hinbekommen hat. Aus diesem Grund habe ich auch das Wochenende mit der Open Beta genutzt, um ein Auge auf das Spiel zu werfen.

Zuerst zum Spiel an sich. Es ist gelungen, die Grafik recht ordentlich. Also alles könnte recht gut rüber kommen. Wäre da nicht der online-Zwang. Und der erwies sich schon bei der sehr kurzen open beta als Nadelöhr. Und so kam wie es kommen musste, es gab Serverprobleme. Und nicht nur das, selbst die Auswahl der Spielregion wurde nicht immer korrekt übernommen. So bin ich (wie offensichtlich auch viele Andere) auf den amerikanischen Servern gelandet. Das wäre ja an sich nicht schlimm, jedoch wird der amerikanischen Serverpool früher mit Patches versorgt, als der Europäische. Und dann klappt das update meines deutschen Clients nicht richtig, also muss ich auf das europäische Update warten oder abenteuerliche Installationsversuche durchziehen um die Wartezeit zu minimieren. Nun zum Support: Katastrophal!! Um nicht zu sagen unterirdisch. Auf eben jenes Problem angesprochen bekam ich nach mehreren Tagen einen Verweis auf die FAQ zu Allgemeinen Installationsproblemen. Vom EIngehen auf das Problem keine Spur. Das habe ich natürlich nicht gelten lassen und bekam wiederum nach mehreren Tagen Wartezeit einen Antwort, die keinerlei Lösungsansätze bietet sondern allen Ernstes behauptet, das die Spielecharaktere nicht auf die europäischen Server umziehen können. Wollen die mir wirklich weis machen, das da inkompatible Datenstrukturen zum Einsatz kommen? Halten die mich wirklich für mit dem Klammersack gepudert?

Zum Co-Op Modus: Der Reiz des Spieles liegt ja unter anderem im Co-Op Modus. Der ist aber irgendwie auch verunglückt. Meist lande ich in Gruppen mit unpassenden Charakteren. Also wenn ich mit meiner Zauberin spiele, nutzt es mir wenig, wenn ich mit anderen Zauberern spiele. Will ich einem anderem Spiel beitreten, muß ich das aktuelle Spiel verlassen und neu den Zufall bemühen. Dabei bin ich innerhalb von 5 Minuten vier Mal in der selben Gruppe gelandet, obwohl angeblich mehrere hundert Spieler die Quest gerade auf der Stufe spielen.

Fazit: Die Basis für ein tolles Spiel ist mit Biablo III vorhanden, jedoch gibt es viele negative Begleiterscheinungen. Und hier muß Blizzard schnell massive nachbessern, sonst wird Diablo III zum Fiasko!

Die Diskussion über die Energiewende ist wieder da

Nachdem nun Röttgen (aus welchen Gründen auch immer) als Bundesumweltminister abgesägt wurde, wird die ganze Diskussion um die Energiewende wieder hochgespült. Und wie immer wird dabei weniger vom (Sach-)Verstand als von den Emotionen Gebrauch gemacht. Schauen wir uns mal einige Argumente der Ökofreaks an: Am einem sonnigen Tag (wie gerade zu Pfingsten 2012) werden durch Photovoltaikanlagen ca. 22 Gigawatt Solarstrom produziert. Und das wäre ja mehr als alle deutsche AKW’s zusammen bringen! – Der grundlegenden Fehler ist das Fehlen der Zeiteinheit. Das Watt ist eine Leistungseinheit, da aber der Strom Arbeit verrichten muß bedarf es der Zeit, weshalb jeder Stromzähler in Watt je Sekunde bzw. in Kilowatt je Stunde abgerechnet wird!

Der radioaktive Müll. – Das ist auch ein meist aus der Unkenntnis geborenes Scheinargument. Noch vor 30 Jahren und weniger waren die heute so strategisch bedeutsamen seltenen Erden eher ein SSpielfeld der chemischen Grundlagenforschung. Wer also heute radioaktive Zerfallsprodukte als Müll bezeichnet ist entweder ein mächtig guter Hellseher und halt nur ein verblendeter Öko!

Unsichere Kernkraftwerke! – Dies ist ein durchaus wichtiges und auch richtiges Argument. Hier bedarf es einer näheren und differenzierten Betrachtung die ja Politiker wie Cem Özdemir und Mitstreiter verweigern. Bleiben wir bei den AKW’s, so sind hier heute weltweit Reaktoren der ersten und zweiten Generation in Betrieb. Dazu kommt dann menschliches Versagen gepaart mit politischer Überheblichkeit (Tschernobyl) bzw. Profitgier (Fukushima) und fertig ist die Katastrophe. Auf der anderen Seiten stehen aber auch erneuerbare Energie nicht ohne Risiken da. Der Einfluß der Windparks auf das lokale Klimageschehen ist noch recht unerforscht, jedoch gibt es schon jetzt Erkenntnisse wie Veränderung der Niederschlagshäufigkeit als Indizien für eine existente Beeinflussung. Auch das Recycling der Solarpaneele, die ja mit Schwermetallen dotiert sind, steckt bisher in den Kinderschuhen, das Problem wird größtenteils in die Zukunft verschoben.

Dazu kommen die Probleme beim Netzausbau und die massiven Defizite bei der Energiespeicherung, die dazu führen, das die Energiewende noch immer ein wirtschaftliches Hochrisikoprojekt ist, risikoreicher als der Euro. Zumindest in meinen Augen.

Das war Grass,…

… was da an Aufgeregtheit über Günther Grass und sein Gedicht „Was gesagt werden muss“ ablief. Zuerst einmal gebe ich Kritikern recht, die das sagen, es ist ein schlechtes Gedicht.

Ja!

Es ist sicher kein literarisches Meisterstück. Persönlich tue ich mich schwer, es überhaupt als Gedicht wahrzunehmen.

Aber!

Warum geht es in dem Stück Literatur. Zum einen um die Kritik an der einzigen, bekannten Atommacht im Nahen Osten – Israel! Und hier trifft Grass das erste Mal voll in das Schwarze, denn sofort jaulen all die Berufs-Betroffenen wie Henryk M. Broder auf und versuchen in kindischer Art und Weise Grass zu diskreditieren. Geirrt hat sich Grass dabei in der Annahme der Antisemitismus- Keule. Denn die wurde nicht ausgepackt, sondern die Alternative- die Faschismus-Keule. Das ist einfach nur armselig. Auch wenn ich den iranischen Präsidenten für ein Ar….loch halte, der Iran hat wie jedes andere Land auch das Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomkraft. Und der Iran lässt ja auch die internationalen Kontrolleure in sein Land. Israel tut das nicht! Herr Grass kritisiert darüber hinaus ja auch die deutsche Regierung die U-Boote quasi an Israel verschenkt, U-Boote die wiederum in der Lage sind atomare Waffen einzusetzen. Und U-Boote die Kernwaffen tragen (können) sind in meinen Augen noch immer Erstschlagwaffen. Ich finde es in dem Zusammenhang skandalös, das mein Land solche Waffen in Krisenregionen wie den Nahen Osten liefert.

Ich finde es daher gut, das wenigsten ein Günther Grass den Mut aufbringt, dies mal alles öffentlich zu artikulieren. Denn er wird gehört und kann damit etwas bewegen!

DANKE