Frage der Woche: Was wird aus Griechenland?

Ich bin ja mal gespannt, wie sich die Woche entwickeln wird. Die Signale aus dem Berliner Finanzministerium deuten ja darauf hin, das die griechische Staatspleite kurz bevor steht. Zwar versucht sich Griechenland nun durch eine Immobiliensteuer weiter zu sanieren, auch durch Lohnverzicht. Aber das griechische Volk begehrt auf und will den Entzug staatlicher Souveränität durch EU, EZB und IWF nicht länger hinnehmen. Passend dazu hatte ich auch was über Forderungen nach Änderung des EU- Vertrages hinsichtlich Ausstiegs einzelner Staaten aus diesem Vertrag gelesen. Für mich sind das Zeichen einer immer mehr erodierenden EU und eines baldigen Staatsbankrottes Griechenlands. Nach dem Absturz der Börsen am Freitag also ein insgesamt spannender Start in eine neue Woche.

Update 9:55 Uhr

Der DAX geht sicherheitshalber schon mal in der Nähe der 5000’er Marke in Deckung, und auch der Euro zieht schon mal den Kopf ein. Es wird ein interessanter Tag. Ach ja, Griechenland kann beim jetzigen Finanzstatus Löhne und Gehälter nur noch bis Ende Oktober zahlen. Zwar hofft man mit der neuen Immobiliensteuer auf Milliardenerträge- ich bin da eher skeptisch. Wo solldas Geld denn herkommen, außer bei ausländischen Besitzern?

Beunruhigend

Nur mal so eine aktuelle Auswahl der Schlagzeilen von jetzt:

  • Bank of Amerika geht es schlecht, ev. werden 40.000 Angestellte entlassen
  • Obamas Jobprogramm enttäuscht
  • Tony Blair brandmarkt den Iran als eigentliche Hort des Terrors
  • Bund legt große Bauprojekte auf Eis
  • Öttinger will griechische Beamte durch EU-Bürokraten ersetzen
  • Japans Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet

Hallo??

Spielt die Welt total verrückt? Verteidigen wir demnächst die Demokratie im Iran? Ist die Krise doch schlimmer als man uns glauben macht?

Naja, das Wochenende ist jedenfalls versaut!

Rettungsschirm ESFS entlarvt

Es ist als wollte mich die europäische Bankenaufsicht in meinen Ausführungen bestätigen. Ich predige ja immer, das die Banken im Endeffekt die einzigen Nutznießer des Euro- Rettungsschirms ESFS sind. Und was fordert nun die Europäische Bankenaufsicht, im speziellen ihr Chef? Klar, der ESFS soll doch bitte schön ermächtigt werden, das Geld gleich an die Banken zu geben! Das ist nur konsequent, besteht doch bei der jetzigen Vorgehensweise die Gefahr, das Teile der Gelder aus dem Rettungsfond noch beim Staat haften bleiben und eventuell dem jeweiligen Volke zu Gute kommen. Das wiederum täte ja nun den Gewinn der Banken schmälern, insbesondere die Rendite und Boni der Chefetagen. Das heisst es dringend zu vermeiden!

(ich möchte Ko…)