Fake News überall

Ein großer Nachteil der modernen Informationsgesellschaft sind Fake News. Man kann heute weniger denn je eine Nachricht vertrauen und das obwohl es durchaus einfacher geworden ist, den Wahrheitsgehalt einer Meldung zu recherchieren. Letzteres ist halt extrem zeitaufwändig, bedarf hin und wieder Fremdsprachenkenntnisse.
Wie einfach heute das Verändern von Bildern ist, hat sicher jeder schon einmal gesehen. Photoshop und CO machen es möglich. In der vordigitalen Zeit war das Retuschieren von Photos zum Zwecke der Verfälschung kompliziert und benötigte viel handwerkliches Geschick.
Insofern wäre es sicher hilfreich, wenn man als Durchschnittsnutzer Unterstützung beim Erkennen von Fake News hätte. Und dazu gibt es mittlerweile diverse Browser PlugIns. Eines davon ist NewsGuard das für alle gängigen Browser zur Verfügung steht.

Kriterien für die Webseitenbewertung sind dabei folgende:


Kredibilität

  1. Veröffentlicht nicht wiederholt falsche Inhalte.
  2. Verantwortungsbewusst Informationen sammeln und präsentieren
  3. Regelmäßige Korrektur oder Klärung von Fehlern
  4. Verantwortungsvoller Umgang mit dem Unterschied zwischen Nachrichten und Meinungen
  5. Vermeidet irreführende Schlagzeilen

Transparenz

  1. Website offenbart Eigentum und Finanzierung
  2. Kennzeichnet Werbung deutlich
  3. Enthält die Verantwortlichen, einschließlich möglicher Interessenkonflikte.
  4. Die Website enthält Namen von Inhaltserstellern sowie Kontakt- oder biografische Informationen.

Das macht auf den ersten Blick natürlich Sinn und zumindestens den Teil Kredibilität sollte man für sich meiner Meinung nach immer wieder mal durchgehen, wenn man Nachrichten einordnen will.
Und da newsguardtech sich seinen eigenen Kriterien verpflichtet fühlen muss, haben sich auch u.a. ihren Beirat veröffentlich. Ich poste hier die deutsche Übersetzung:

Unser Beirat

  • Tom Ridge, der erste Minister für Heimatschutz (George W. Bush-Regierung)
  • Richard Stengel, ehemaliger Redakteur des Time Magazine und Staatssekretär für öffentliche Diplomatie (Obama-Administration)
  • (Zurück.) General Michael Hayden, ehemaliger Direktor der CIA, ehemaliger Direktor der National Security Agency und ehemaliger stellvertretender Direktor des nationalen Geheimdienstes (George W. Bush-Administration).
  • Don Baer, Vorsitzender von Burson, Cohn & Wolfe und ehemaliger Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses (Clinton-Administration)
  • Elise Jordan, politische Analystin, NBC, und ehemalige Rednerin der Außenministerin Condoleezza Rice
  • John Battelle, Mitbegründer von Wired und Gründungsvorsitzender von Industry Standard Zeitschriften.
  • Jessica Lessin, Gründerin und Chefredakteurin von The Information

Nun wollen Sie wirklich diesen Leuten vertrauen? Ich habe da meine Bedenken. Und ein Blick auf die Bewertung der Seite Sputnik News erhärtet diesen Verdacht. Auch wenn Sputniknews definitiv pro russisch und auch staatsfinanziert ist. Aber genau mit dem Wissen, kann man die Nachrichten dieser Seite einordnen, auch ohne PlugIn.

Kryptowährungen als Umweltsünder

Seit einiger Zeit sind ja Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum im Kommen. Ob das nun gut oder schlecht ist, ist sicher eine Kernfrage, über die es sich trefflich philosophieren ließe. Aber das ist nicht das, worüber ich heute schreiben möchte. Denn es gibt noch einen ganz anderen Aspekt. Bitcoin und Co. werden ja in einem als mining bezeichneten Prozess auf mittlerweile spezialisierten Computern generiert. Und diese Computer verbrauchen natürlich elektrische Energie. Und das nicht zu knapp.  Hier nun mal einige Zahlen:
Für Bitcoins im Wert von einem US- Dollar benötigt man 17 Megajoule an Energie. Für Gold im Wert von ebenfalls einem Dollar nur 5 Megajoule.  Daraus folgt, das je nach Standort für das mining seit Anfang 2016  3-15 Millionen Tonnen CO2 für die Generierung von Bitcoin, Litecoin, Ehereum und Monero in die Atmosphäre geblasen wurden. Zum Vergleich: Deutschland hat im Jahr 2015 800 Millionen Tonnen CO2 emittiert.

Quellen:  http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-23331-2018-11-06.html

Nature Sustainability, doi: 10.1038/s41893-018-0152-7

https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-deutschland#textpart-1

Verpackungswahnsinn

Zur Zeit ist das Thema ja in aller Munde. Der Plastik-Müll, Mikroplastik im Wasser, Mikroplastik im Boden etc. Und ja, Plastik-Müll ist ein Problem. Wobei es sich auch hier lohnt, einen differenzierteren Blick auf das Problem zu werfen.  Zum ersten schauen wir al nach Alternativen. Das gibt es jetzt wieder vermehrt Papiertüten und Kartons im Einzelhandel. Papier? Da war doch mal was! Genau, lange Zeit wurde gegen den verschwenderischen Umgang mit Papier gekämpft. Denn die Papierherstellung benötigt Wasser. Viel Wasser. Oder in Zahlen: Für ein DinA4- Blatt Papier benötigt man 10 Liter Wasser in der Herstellung (https://www.sueddeutsche.de/wissen/wasser-der-versteckte-verbrauch-1.174346-4 ; http://vdg.durstige-gueter.de/papier_leder.html). Dazu Sauerstoff oder Chlor zum Bleichen etc. Also die Papierherstellung ist alles andere als Umwelt- und Ressourcen schonend. Aber man kann Papier recyclen! Kann man Plastik auch recyclen? 
Klar, kann man. Man kann die Polymere durch Cracking spalten, man kann sie hydrieren oder auch vergasen (und dabei sogenanntes Synthesegas gewinnen, welches wieder in der Grundstoffproduktion der chemischen Industrie angewendet werden kann). Und das schöne daran ist, das viele der Verfahren schon viele Jahrzehnte bekannt sind. Man müsste sie nur entsprechend optimieren und anpassen. Aber das sind durchaus machbare Dinge. Man muss halt nur Geld in die Hand nehmen und forschen. Und da ist das Problem. Man müsste investieren und die Verfahren sind auch nicht zwingend profitabel. Aber müssen sie das sein? Nicht zwingend. Denn schließlich zahlen wir ja auch für die Entsorgung. Und ein bisschen sollte uns unsere Umwelt auch wert sein.
Was ist dann aber wichtig? Meiner Meinung nach müssen Verpackungen angemessen sein. Geschälte Zwiebeln oder Spargel brauchen nicht in eingeschweißter Form gehandelt werden. Besser wäre es, den arbeitenden Menschen wieder mehr Freiräume zu schaffen. Damit jeder wieder Zeit hat, sein Essen selbst zuzubereiten. Das würde auch bezüglich der Gesundheitsprävention hilfreich sein. Denn viele Fertigprodukte sind faktisch Gift. Zuviel Zucker, zuviel Fett. Geschmacksverstärker und künstliche Aromen sind auf Dauer schädlich. Diabetes  und Herzkrankheiten sind meiner Meinung nach definitiv auch eine Folge dieser Produkte, auch wenn der direkte Nachweis schwierig ist.