Die Frage wird derzeit heiß diskutiert und ist für mich schon im Ansatz falsch. Außer natürlich man hält den Negerkuss oder die Zigeunersoße für rassistische Beleidigungen. Tatsache ist aber, das gerade in den neuen Bundesländer massiv Proteste gegen Flüchtlinge stattfinden und das diese Proteste ein Nährboden für rechte Organisationen und deren Gedankengut darstellen. Aber warum ist das so? Ganz einfach. Man muß sich nur die neuere Geschichte der neuen Bundesländer anschauen, also die letzen 25 Jahre. Tut man dies, so stellt man fest, das die Bürger hier im Osten gerade Kohl’s blühende Landschaften überstanden haben und sich bei vielen ein akzeptabler Lebensstandard etabliert hat. Und nun kommen massenhaft Flüchtlinge. Das da einige ihre erarbeiteten Errungenschaften dahinfließen sehen, mag zwar nur gefühlt sein aber allein die Vorstellung, diesen gerade erworbenen Lebensstandard wieder teilen zu müssen, treibt die Leute auf die Strasse. Egal wie irreal die Furcht ist, sie ist da und es wird nichts dagegen getan. Ganz im Gegenteil. Gerade hetzt der Focus wieder gegen Ost- und Westrentner. Wobei zu bemerken ist, das der Rentenpunkt im Westen mehr wert ist als im Osten. Soviel also zur Einheit und dazu, das man sich nicht wundern muß, wenn es im Osten immer noch kocht und brodelt.
Feb. 16
2015- Ein Katastrophenjahr?
Die Chancen, das 2015 ein Katastrophenjahr wird, stehen gut bis sehr gut. Und dafür gibt es mindestens drei gute Gründe:
Grund 1: Der Euro – Selten hing das Konstrukt Euro so am seidenen Faden wie derzeit. Einerseits darf sich Europa durch Griechenland nicht erpressen lassen und andererseits kann die Stabilität der Euro- Zone nur dann erhalten bleiben, wenn man sich gegenseitig hilft. Im Falle Griechenland funktioniert das nicht mehr. Außer Griechenland akzeptiert eine etwas gelockerten Sparkurs und fängt endlich an, Steuern bei den Vermögenden einzutreiben. Nur werden die sich schon durch Kapitalflucht abgesichert haben. Mein Fazit: Der Euro kämpft um sein Überleben in diesem Jahr und das mit ungewissem Ausgang.
Grund 2: Der IS – Auch wenn es so ausseiht, also ob der IS in Syrien und im Irak zurückgedrängt wird, so taucht er dann woanders wieder auf, z. B. in Libyen. Und auch in Afrika kämpfen Fanatiker des Boko Haram im Namen Allahs gegen jeden Ungläubigen. Dieser Terrorismus muß ganz schnell gestoppt werden, sonst wird er zum globalen Flächenbrand. Und hier und da mal Bomben abzuwerfen, und das noch unter Ignorieren des Völkerrechtes, wird diesen Terror meiner Ansicht nach nicht stoppen können. Mein Fazit: Die Anschläge in Paris und Kopenhagen zeigen, das der mit dem Islam begründete Terror langsam aber sicher Einzug in Europa hält. Die Beschneidung der Bürgerrechte (Demonstrationsverbote, Überwachungsstaat) hat schon begonnen.
Grund 3: Die Ukraine- Krise – Ein europäischer Krisenherd, der nur durch Emanzipierung Europas von den USA und in Zusammenarbeit mit Russland gelöst werden kann. Aber danach sieht es eher nicht aus, sondern momentan spitz sich der Konflikt zu. Sollte der Kiewer Schokofabrikant das Kriegsrecht verhängen und die USA Waffen liefern, dann ist die Gefahr groß, das dieser Konflikt außer Kontrolle gerät und ein europäischer Krieg daraus wird.
Meine Hoffnung: Ich bin ein notorischer Schwarzseher und hoffe, das sich meine hier geschilderten Ängste nicht bewahrheiten werden. Aber drauf verlassen würde ich mich nicht.
Okt. 15
Erdogan’s Saat geht auf
Das die Türkei mit den Kurden im Land nicht kann, ist ja hinlänglich bekannt. Es war da sicher etwas blauäugig von den Offiziellen der Türkei zu erwarten, das sie ihre Armee losschicken um den Kurden zu helfen. Obwohl es dem Friedensprozess Kurden-Türken sicher gut getan hätte. Aber Erdogan sah eine andere Chance: Er muß nur lange genug die Kurden zusehen lassen, wie deren Brüder und Schwestern jenseits der Grenze vom IS ermordet werden, dann werden die Kurden in der Türkei ihre Nerven verlieren. Und dann kann er ebenfalls mit aller Härte gegen die Kurden im eigenen Land vorgehen. Und das ist genau jetzt der Fall. Die Saat ist aufgegangen. Gewinnen tut dabei aber vor allem der IS. Und das fällt ganz bestimmt den Europäern auf die Füße, früher oder später.
