Energie für Brandenburg 3: Windenergie

Schlagwörter: , , Archiv 27 Dezember, 2010

Eigentlich kann ich mir meine Kritik an der Windenergie sparen, da ich bei meinen recherchen auf einen mit Quellen gut fundierten Artikel gestoßen bin (http://oekoreligion.npage.de/get_file.php?id=10202770&vnr=328489). Aber ich will trotzdem mal versuchen, das eh schon kompakte Material zusammenzufassen.
a) Die Einspeisung durch Windenergie ist stark schwankend. Da entsprechend EEG die Stromversorger den Windstrom aufkaufen müssen, kann es passieren das durch das Überangebot negative Preise an der Strombörse erzielt werden (was einem Verlust für die Konzerne entspricht, welchen diese natürlich an ihre Kunden weitergeben). Dazu aus einem Interview mit EON Netzvorstand Martin Fuchs: Jüngst schossen nachts am Wochenende, wenn der Strombedarf besonders niedrig ist, wegen des starken Winds im Norden gigantische Mengen Windstrom in unser Netz. Der Gesamtbedarf in unserem Gebiet betrug etwa 8000 Megawatt. Aber wir hatten allein 7500 Megawatt Windenergie. Da sich aus Gründen der Netzsicherheit nicht alle Kraftwerke einfach abschalten lassen, hatten wir enorme Überschussmengen. Das Überangebot hat an
den Strombörsen zu negativen Preisen geführt. Das heißt, wir mussten je Kilowattstunde bis
zu 1,50 Euro drauflegen, um Strom loszuwerden….Die Windparks haben in dieser Zeit
400.000 Euro in der Stunde für ihren Strom erhalten. Wir haben an der Börse zwei Millionen
Euro gezahlt, damit uns jemand den Strom abnimmt.
(http://www.wiwo.de/technik-wissen/absurder-vorwurf-412374/#comment-63421)
b) Die Umweltbilanz ist nicht gerade rosig. So beträgt die reale Einsparung des Windpark Dornstedt II (bestehend aus 4 Windkraftanlagen mit insgesamt 8,0MW Nennleistung) bei 20 Jahren Laufzeit 100000t Kohle oder 6t Natururan.
c) Derzeit sind offshore Windanlagen nicht einmal innerhalb des Subvntionsrahmens wettbewerbsfähig. Die Kosten für die Seekabel sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
d) Auswirkungen auf die Umwelt, wie Infraschall, Pollenflug etc. sind bis heute nicht geklärt.

Mein Fazit: Derzeit ist eine stabile Stromversorgung durch Windkraft ein Luftschloß. Auch wenn die Speicherung gelingt, werden dadurch auch die Kosten für diese Anlagen größer, so das dann eine Neubewertung nötig wird, deren Ergebnis derzeit nicht voraus gesagt werden kann.

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